Die japanische Katastrophe: Momentaufnahme über Google
Die japanische Katastrophe: Momentaufnahme über Google | Kategorie: Hauptartikel, SEODie Katastrophe des letzten Freitags, die Japan in unfassbarem Ausmaß förmlich überrollte, hinterlässt auch im Internet ihre Spuren. Und Google erfasst dabei beinahe jedes in die digitale Welt überführte Detail.
Am Freitag, 11.03.2011, 14:46 Uhr Ortszeit (Deutsche Zeit: 6:46 Uhr) kam es zu einem starken Seebeben (Stärke 9 auf der Richterskala) – und das gerade einmal 130 Km vor der nordjapanischen Ostküste. Das Land kämpft nun mit allen verfügbaren Mitteln gegen 3 schreckliche Folgen: Gegen die des Bebens, die der Überschwemmung – und nun auch noch gegen einen möglichen Super-GAU nicht mehr beherrschbarer Kernreaktoren. Besonders stark betroffen ist das AKW in Fukushima.
Japan wurde bereits am 09.03.2011 von einem Beben erfasst. Das “schwächere” Beben mit der Stärke 7 auf der Richterskala stellt für die Japaner, die an solche Vorfälle gewohnt sind, keine Besonderheit dar. Ein besonders hohes Suchvolumen nach dem Begriff “Earthquake” lässt sich dann auch erst für den 11.03.2011 beobachten:
Die “Bedeutungslosigkeit” des Bebens vom 09.03.2011 lässt sich auch über die Timeline der Google-Echtzeitsuche beobachten:

Betrachtet man sich die geografische Verteilung der Suche nach dem am stärksten betroffenen Ort Fukushima, so stellt man interessanterweise fest, dass vor allem in Österreich, Deutschland und Finnland nach diesem besonders häufig gesucht wurde:
Emotionale Befindlichkeit in Deutschland
Natürlich führen große Katastrophen auch immer dazu, dass über die eigenen Risiken nachdenkt, oder sich aber zur Hilfe animiert fühlt. In diesem Fall führten die Geschehnisse bisher dazu, dass sich die Deutschen recht genau mit den Kernkraftwerken in ihrer Umgebung beschäftigt haben:
Auch die Bereitschaft zu Spenden scheint nachweislich anzusteigen:
Und hier scheinen auch entsprechende Hilfsorganisationen bei der Gestaltung ihrer AdWords hohe Kreativität an den Tag legen zu wollen, um die willigen Spender für sich gewinnen zu können:
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Die Suchvolumina zu Begriffen, die mit der Katastrophe assoziiert werden, steigen aktuell rapide an. So möchte bspw. das Wissensdefizit zum Thema “radioaktive Strahlung” gedeckt werden:

Auf diesem Hintergrund werden AdWords sichtbar, die – absichtlich oder unfreiwillig – alles andere als passend wirken:
Auch Microsoft musste sich bereits einiges an Kritik gefallen lassen: Hier wollte man für jeden Retweet einen Dollar für die Katastrophenopfer spenden.
Vorboten
Über Google Insights for Search zeigen sich immer wieder Vorboten zu Katastrophen. Diese zeichnen sich durch ein erhöhten Suchvolumen solcher Begriffe aus, die aus rationalen Gründen zu diesem Zeitpunkt in dieser Menge eigentlich nicht gesucht werden sollten. So werden am Vortag des Tsunamis bereits deutlich mehr Suchanfragen nach “tsunami in japan” abgesetzt, als üblich.
Auch auf dem Hintergrund des Bebens vom 09.03. scheint das Suchvolumen am 10.03. nach “dream earthquake” bemerkenswert hoch:
Ähnliches lässt sich sogar in Kombination unterschiedlicher Sprachen feststellen:
Fazit
Die Katastrophe hinterlässt deutliche Spuren, die Anteilnahme und die Ableitungen für das eigene Handeln auch (weitere Informationen zu Google Insights for Search gibt es auch in der gleichnamigen Artikelserie in diesem Blog).
Ein Ende der Katastrophe in Japan ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich in Sicht. Momentan können wir nur hoffen, dass es nicht auch noch zu einem nuklearen Super-GAU kommt!









Angesichts der Katastrophe in Japan wollen wir nicht länger tatenlos zuschauen, wie die Menschen in Japan leiden. Wir wollen ein Kollektiv bilden und uns gemeinsam Gedanken machen, wie wir Japan jetzt am besten helfen können. Wir haben dieses Gefühl der Ohnmacht satt und wollen endlich handeln.
Unsere momentane Gruppe besteht aus über 7000 Freunden bei Facebook (www.facebook.com/japansoli) und eine vergleichbar große Masse erreichen wir auch über http://www.japansoli.de
Wir suchen engagierte Menschen, die mitarbeiten möchten, an Ideen und Projekten und sich interessiert einbringen möchten. Das Zuschauen hat ein Ende, jetzt wollen wir handeln.
Hand in Hand für Japan !