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Mayday – wir saufen ab

Mayday – wir saufen ab 04.06.2010 | Kategorie: Hauptartikel, SEO

Das letzte Google-Update gibt eigentlich keinen Grund zur Sorge – wenn man seine Hausaufgaben gemacht hat.

sosEs gibt bis zu 400 Google Updates im Jahr, von denen man die meisten als Webmaster wohl kaum bemerken dürfte. Mit ‘Mayday’ hat es eines dieser Updates wieder einmal zu einer greifbaren Vorstellung geschafft, die kürzlich von Google auch bestätigt wurde. Denn in der Tat scheinen die Auswirkungen spürbar. Sie betreffen in erster Linie den Long Tail und damit spezifischere Suchanfragen, die aus mehreren Einzelkeywords bestehen.

[Foto: photocase.com, himberry, tarifverhandlung]

Qualität im Long Tail

Prinzipiell geht es Google – und das ist ja auch nachvollziehbar – um eine Erhöhung der Qualität der Suchergebnisse dieser Suchanfragen. Im Vordergrund steht dabei die optimale Gestaltung für den Nutzer und seine Bedürfnisse. Stellt Google bspw. fest, dass die auf der SERP geschürte Erwartungshaltung mit der Zielseite nicht optimal befriedigt werden kann, findet eine Deklassierung statt. Es geht also wieder mal um guten Content. Wirklich neu erscheint ein solches SEO-Kriterium nicht. Neu ist allerdings die Realisierung einer zuverlässigen Gewichtung in dieser Ausprägung.

Mehr User Experience im Ranking

Die Maxime, die Google nach wie vor verfolgt, ist und bleibt also der Mensch. Das ist bei aller Geheimhaltung der Algorithmen das einzige, was wir wohl als gesichert annehmen können. Jede technische Neuerung ist also bestrebt, den Bedürfnissen und der Bewertung der Nutzer näher zukommen. Und damit halten zunehmend User-Experience-Aspekte Einzug in die Ranking-Faktoren. Mehr noch: Eine optimale User-Experience wird immer mehr zum dominierenden SEO-Faktor – auch wenn SEO und UXO (User Experience Optimization) zur Zeit immer noch als getrennte Disziplinen wahrgenommen werden.

So geht’s

Damit man auch in Zukunft dieser Maxime gerecht werden kann und als Webmaster nicht ständig von Rankingfaktor zu Rankingfaktor hinterherhecheln muss, ist zu empfehlen, sich einmal genau mit der Bedienung der betreffenden Website auseinander zu setzen. Angefangen bei den Daten der installierten Web-Controlling-Lösung (bspw. Bounce-Rate, Besuchszeit und Loyalität), über heuristische Usability-Aspekte bis hin zur direkten Analyse der Nutzerinteraktionen, bspw. über Mousetracking.

Detaillierte Informationen und praktische Anleitungen, wie dies zu bewerkstelligen ist, finden sich natürlich nach wie vor in meinem Buch, welches sich ja ausführlich mit der Symbiose dieser beiden Disziplinen befasst. Hier steht dann sogar ein kostenfreier Mousetracking-Account von m-pathy bereit.

Fazit

Es wird endlich Zeit für eine Fokuserweiterung auf eine nutzerorientierte Sicht mit der ernsthaften Konfrontation mit dem Mehrwert. Schluss also mit der kopf- und rastlosen Jagd nach der Liste aller Ranking-Faktoren. Wer vor Google & Co. am Ziel eintreffen und nicht immer einen Schritt zurück bleiben möchte, sollte sich an deren Maxime und nicht nur an den Analysen ihrer Updates orientieren.


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