Rezension: Klardeutsch von Markus Reiter
Rezension: Klardeutsch von Markus Reiter | Kategorie: Hauptartikel, Noch mehrEs gibt einige Bücher, die sich mit der (schwammigen) Frage beschäftigen “wie verfasse ich gute Texte”, doch kaum ein Buch schafft gekonnt, alle relevanten Aspekte auf der Basis aktueller neurologischer Erkenntnisse zu bündeln.
Klardeutsch ist hier die große Ausnahme. Markus Reiter geht es mit seinem Buch vor allem um eins: Er möchte dem Leser helfen, Gedanken und Anliegen in einem für das Zuhörerhirn verständlichem Format zu formulieren. Damit unterstützen die zahlreichen Tipps vor allem jene, die vor der Erstellung einer Präsentation stehen, eine Rede halten sollen oder eine Marketing-Broschüre erstellen möchten.
Im eigenen Buch umgesetzt
Natürlich achtet der Kommunikationscoach der Formulierung seiner Tipps ebenfalls auf einen wirklich einfachen Satzbau, generiert – wie ebenfalls von ihm korrekter Weise beschrieben – emotionale Bilder, und weiß auch sonst insgesamt mit seinem Schreibstil zu begeistern. Die Lektüre geht jedenfalls leicht von der Hand und macht Spaß.
Internet?
Auch wenn das Buch sich in erster Linie nicht mit dem Verfassen von Online-Texten befasst, so beschreibt es durchaus viele Aspekte, die sich übertragen lassen. Ein wirklich bedeutender Unterschied zu anderen Büchern (und ich habe dazu einige gelesen): Das Buch berücksichtigt eine Menge relevanter Fragen und erklärt diese fundiert auf Basis neurologischer Erkenntnisse. Das tolle dabei: Es gibt eine Vielzahl praktischer Beispiele, die dem Leser die Arbeitsweise des Gehirns verdeutlichen. Sehr schön.
Fazit
Insgesamt muss man festhalten, dass mit “Klardeutsch” mehr KnowHow zum Schreiben von Online-Texten geliefert werden, als in vielen anderen Büchern, die speziell dafür verfasst wurden. Das Buch von Markus Reiter sollte damit eigentlich zum Standardwerk für jeden werden, der sich mit dem Verfassen von Texten zu beschäftigen hat. Von mir gibt es also eine klare Kaufempfehlung.