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SEO-Tricks prominenter Seiten

SEO-Tricks prominenter Seiten | Kategorie: SEO

Die Einhaltung von SEO-Empfehlungen, Usability-Richtlinien und die Rücksichtnahme auf Barrierefreiheit ist für einige große Marken ein Problem. Anhand der folgenden Beispiele möchte ich aufzeigen, was nachvollziehbar und verständlich ist, und was auf der anderen Seite nicht sein müsste.

Auch prominenten Seite müssen sich ab und an ein paar Tricks bedienen, damit auch sie über die Suchmaschinen gefunden werden. Vor allem starke, imageträchtige Marken, die auf Flash-basierte Inhalte setzen, haben teilweise große Probleme, ihre Inhalte für die Suchmaschinen erreichbar zu machen.

Volkswagen.de

Eigentlich können die Inhalte der Volkswagen-Seite von Suchmaschinen nicht ausgelesen werden. Man hat deshalb versucht, den Text, der über die Flash-Inhalte dargestellt wird, über versteckte Textinhalte erfassbar zu machen.
Die folgende Abbildung zeigt auf der linken Seite die von Suchmaschinen erfassbaren Inhalte der Seite.

vw1

Wenn man sich den Quellcode etwas genauer betrachtet, ist zu erkennen, dass man hier in beschriebener Weise nachgeholfen hat:

vw2

Einige Textbereiche werden über display: none für den menschlichen Besucher ausgeblendet.

Saab.de

Andere Autohersteller müssen mitunter noch einen Schritt weitergehen. Besteht nämlich die komplette Seite aus einem einzigen Flash-Container, ist kein einziger Link für die Suchmaschinen erfassbar. Aus diesem Grund hat man sich bei Saab wohl dafür entschieden, eine komplette Sitemap auf die Startseite zu integrieren und für Besucher unsichtbar zu machen.

saab

Hier liegt es im Auge des Betrachters, ob man die hier angewendete Technik als noch zulässig, verständlich und nachvollziehbar erachtet. Natürlich erhält die Suchmaschine andere Informationen zu “sehen”, als der menschliche Besucher. Allerdings handelt es sich ja um eine Nachbildung eigentlich bestehender Daten. Kann man hier also von einer Täuschung sprechen?

Sueddeutsche.de

Nicht immer sind Flash-Inhalten der Grund für ein paar SEO-Tricks. Oft scheint auch einfach das CMS nur schlampig konfiguriert/administriert, sodass gerade nicht benötigte Inhalte kurzerhand ausgeblendet werden. Das treibt natürlich nicht nur die Ladezeit in die Höhe. Hier stellt sich durchaus berechtigt die Frage, ob es sich hier noch um zulässige Methoden handelt, wenn ganze Textblöcke mit Links, die nicht von menschlichen Besuchern gesehen werden können, im Quelltext der Seite vorliegen:

sueddeutsche

Fazit

Auch wenn man den meisten größeren Seiten wohl keine bösen Absichten unterstellen möchte, lässt sich doch sagen, dass es sich hier um eine Gratwanderung zwischen SEO, Usability und auch Barrierefreiheit handelt.

Trotzdem, ein paar Dinge müssen nicht sein: Inhalte in einem HTML-Dokument zu verstecken, weil sie nicht gelesen werden sollen, scheint eindeutig zu weit in der Grauzone!


3 Kommentare
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  1. Solche versteckten Inhalte sollen von den Suchmaschinen doch ohnehin ignoriert werden – oder irre ich mich? Zumindest meinen Infos nach liest Google solche versteckten Inhalte (display:none; gleiche Vorder- und Hintergrundfarbe) nicht bzw. wertet sie eher noch als Spam? …

  2. Die Verwendung versteckter Inhalte kann sehr problematisch werden – spätestens nach einer manuellen Kontrolle durch einen Google Rater. Grundsätzlich gilt, den Suchmaschinen immer das selbe “Futter” zu geben, wie dem menschlichen Nutzer auch. Andernfalls kann der Eindruck einer Manipulation aufkommen.

  3. “Solche versteckten Inhalte sollen von den Suchmaschinen doch ohnehin ignoriert werden – oder irre ich mich?”

    Bei Entdeckung solcher Tricks wird die Seite von google herabgestuft oder sogar ganz aus dem Katalog genommen.

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