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Userfly vs. m-pathy

Userfly vs. m-pathy | Kategorie: UXO / Usability

Mousetracking gewinnt zunehmend an Fahrt und wird langsam als Tool zur Erschließung der User Experience ernst genommen. Anders als im Usability-Lab werden hier die Verhaltensweisen “echter” Nutzer aufgezeichnet.

So macht sich auch der amerikanische Service userfly mit wehenden Fahnen und vielen Rezensionen namhafter Experten auf, die Mausbewegungen der Nutzer über sein Remote-System zu beobachten.

Userfly

Mit userfly können Sie die Mausbewegungen der Website-Besucher aufzeichnen und später als Video wiedergeben und analysieren. Die Wiedergabe der Mausbewegung verläuft dabei in einer recht hohen Auflösung, sodass hier wirklich das Gefühl entsteht, dem Nutzer direkt über die Schulter sehen zu können.

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Mehr bietet das System zur Zeit allerdings nicht. Es ist also bisher lediglich als “Videorecorder” einzusetzen.

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Über den kostenfreien Testaccount lassen sich bis zu 10 Sessions aufzeichnen, danach ist Schluss. Dieser kann jedoch bereits ein gutes Gefühl für die gebotene Leistung vermitteln. Schnell wird aber auch deutlich, dass die alleinige Auswertung von Einzelsessions zu einem zeitintensiven Unterfangen werden kann.
Zur Analyse von trafficintensiven Websites eignet sich das System deshalb nur bedingt.

Die Bildung einer optischen Spur, die den bisherigen Verlauf markiert, fehlt. Außerdem scheint es noch ein paar Kodierungsprobleme zu geben.

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Dem System ist nicht nur in Bezug auf die eingeschränkten Features, sondern auch bei der Umsetzung vorhandener Funktionen sein noch recht frühes Entwicklungsstadium anzumerken.

m-pathy

Wesentlich ausgereifter präsentiert sich m-pathy. Der Service lässt sich mit seinen Features sicherlich als Marktführer identifizieren. Die seto Gmbh aus Dresden bietet ihren Mousetracking-Service seit knapp 2 Jahren an und hat diesen permanent weiterentwickelt. Den “Kinderkrankheiten” ist das System entwachsen, sodass es auch mit trafficstarken Websites keine Performanceprobleme gibt.

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Im Vergleich zu userfly liegt der entscheidende Vorteil in der aggregierten Darstellung der Nutzeraktionen:

  • Clickmaps: Über Clickmaps können alle Klickaktionen der Nutzer zusammengefasst werden. Klickmaps werden auch von anderen Diensten angeboten. Es stehen inzwischen sogar Open Source Tools bereit, die mit deren Hilfe sich Clickmaps erstellen lassen.
  • Movementmaps: Über Movementmaps lassen sich auch die Mausbewegungen in aggregierter Form darstellen.Da etwa 30-35% der Nutzer zu den sog. Mauslesern gehören (der Mauszeiger wird an der Stelle platziert, an der sich auch der Aufmerksamkeitsfokus befindet), lassen viele der gesammelten Daten Rückschlüsse auf den Aufmerksamkeitsfokus zu.

Alle Heatmaps lassen sich auch in zeitlich gestaffelter Form ausgeben, sodass eine Analyse im zeitlichen Verlauf möglich wird.

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m-pathy lässt ebenfalls die aggregierte Analyse von Formularen zu. Da Formulare zu den problematischsten Interaktionsbereichen einer Website gehören, hat dieses Feature einen unschätzbaren Wert für jeden Usability-Experten.

Fazit

Das durchgehende Gefühl einer nicht optimalen “Verarbeitung” bei userfly täuscht nicht: Hier muss noch einiges getan werden – vor allem, um den Service im professionellen Umfeld nutzen zu können. Da können auch die Testimonials nichts schönreden. userfly muss also selbst noch an der User Experience optimieren.
Die ohnehin nicht immer leicht zu deutenden Daten können nur dann zielführend analysiert werden, wenn sinnvolle Möglichkeiten der Segemntierung, Datenfilterung und Datenaggregation zur Verfügung stehen. userfly und m-pathy trennen zum jetzigen Zeitpunkt also noch Welten voneiander.
Die Entwickler von userfly signalisieren mit ihren Service aber das stetig wachsende Interesse am Thema “Mousetracking”. Wer aber einmal mit m-pathy gearbeitet hat, weiß, dass professionelle Analysen (bisher) nur über dieses System möglich sind.

[Nein, ich erhalte keine Provision von m-pathy ;-)]


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