WP-SEO-Tutorial mit crawLink
WP-SEO-Tutorial mit crawLink | Kategorie: Projekt, crawLink SEO PluginDieser Artikel zeigt Ihnen den praktischen Einsatz des Wordpress-SEO-Plugins crawLink. Außerdem wird ebenfalls der Frage nachgegangen, welche Plugins im Rahmen einer Suchmaschinenoptimierung sonst noch benötigt werden.
Natürlich wünscht sich jeder Blogbetreiber, daß sein Blog in den Suchmaschinen weit oben erscheint. Die Menge an Plugins zur suchmaschinenfreundlichen Gestaltung täuscht dabei allerdings gewaltig über deren Möglichkeiten hinweg. Es entsteht häufig der Eindruck, daß durch die blose Installation der Plugins eine gute Platzierung erreichbar wäre.
In der Praxis reicht eine Hand voll Plugins aus, die allerdings korrekt eingesetzt werden wollen. Worauf es in besonderem Maße noch ankommt, möchte ich im Folgenden beschreiben.
Die besten 20 SEO-Plugins für Wordpress
Nein, ich werde hier keine 20 Plugins auflisten, die unbewußt von der Aufgabe des Autors entbinden, vernünftige Inhalte zu entwerfen. Ok, um es etwas konkreter zu formulieren: Gut gestaltete Inhalte, die sich an bestimmte Regeln halten, sind die beste Suchmaschinenoptimierung; vorausgesetzt man nutzt ein valides Theme-Template.
Bevor wir ins Detail gehen, müssen wir uns jedoch mit ein paar globalen Fragen beschäftigen:
- Mit welchem Thema befasst sich mein Blog?
Hier sollte man sich EIN Thema mit einer Hand voll Kernbegriffe überlegen. - Welche Zielgruppe hat mein Blog und über welche Begriffe wird diese nach ihm suchen?
Dazu sollte man sich in die Rolle des Suchenden versetzen. Zum Thema “Suchmaschinenoptimierung” kommen bspw. einige Begriffe in Frage, wie “SEO”, “Suchmaschinen Optimierung”, “Suchmaschinenoptimierer”, etc.
Es wird konkreter:
- Seitentitel und Artikeltitel
Wichtigste Platzierungsfaktoren sind Seitentitel <title%gt; und die Überschriften <hX> der Artikel (in dieser Reihenfolge). Hier muss alles zusammenpassen:
Die Bezeichnung des Haupthemas, sowie feststehende, globalgeltende Begriffe im Blog sollten im Titel platziert werden.
Der Titel eines Artikels (Artikelüberschrift) sollte natürlich in jedem Fall die wichtigsten Begriffe enthalten. Dabei kann man natürlich auch Wortkombinationen bilden. Auch die Reihenfolge ist dabei von Bedeutung. Sollte also bspw. in einer Artikelüberschrift “Autos” und “Test” vorkommen, wäre “10 Autos im Test” besser als “Test: 10 Autos”, wenn “Autos Test” (in dieser Reihenfolge) häufiger gesucht wird als “Test Autos”. - Teasertext oder Komplettartikel?
Grundsätzlich ist zu empfehlen, nicht allzu kurze Texte zu schreiben. Diese bieten dann zum einen indexierbaren und bewertbaren Content, zum anderen können diese dann in zwei Teile, dem Teaser (oder Excerp) und dem Haupttext, geteilt (”more”) werden. Dabei sollte man darauf achten, daß wichtige Kernbegriffe bereits im Teaser auftauchen.
Durch diesen Aufbau ist gewährleistet, daß die Startseite nicht allzu stark aufblähnt und nicht zu großen Teilen doppelten Inhalt (auf Startseite und Artikelseite) bereitstellt. Doppelte Inhalte mögen Suchmaschinen garnicht gerne. - Artikelinhalt
Wie bereits erwähnt, sollten wichtige Begriffe bereits im Teaser unterbegracht werden. Dadurch erscheinen diese dann auf der Startseite, wenn dort der Teaser zu sehen ist. Begriffe, die bei den Suchmaschinen einer geringeren Konkurrenz ausgesetzt sind (erkennar an der Anzahl der Suchtreffer), können im weiteren Haupttext platziert werden.
Wichtige Begriffe im Fließetxt sollten mit <strong> und/oder <em> gekennzeichnet werden. Wichtigstes Kriterium ist aber, daß der Text nach wie vor gut und angenehm lesbar ist und das Gesamtbild nicht zu unnatürlich und unruhig wirkt.
2-Stufige Indexierung
Blogeinträge werden i.d.R. schneller angezeigt und indexiert, als “normale” Webseiten. Das liegt daran, daß sich Google der eigenen Blogsuche (Blogsearch) bedient. Sobald ein Artikel geschrieben wurde, wird dieser an diverse Blogverzeichnisse gepingt. Die Google Blogsearch sollte dann unter der Wordpress-Standardeinstellung keine Probleme haben, den neuen Artikel zu finden. Um hier auf “Nummer Sicher” zu gehen, kann man bei den Einstellungen unter Schreiben > Update Service aber auch nochmal explizit Google Blogsearch als Ping-Empfänger definieren:
http://blogsearch.google.com/ping/RPC2
Google bedient sich also zunächst der BlogSearch-Ergebnisse, ohne eine Seite selbst einzulsesen. Ob hierbei dann die Startseite mi Teasertext oder die Detailseite als Ergebnis angezeigt wird, hängt vom jeweiligen Aufbau eines Blogs ab und wird von Google individuell bestimmt.
Die Indexierung der Artikelseite erfolgt oft nach ein paar Tagen und besitzt dann in den meisten Fällen eine nochmals größere Platzierungsgewichtung.
Permalink-Struktur
Man sollte auf alle Fälle eine parameterlose und einfache Permalinkstruktur wählen. Hier bietet sich bei den Einstellungen die individuelle Variante (Benutzerdefiniert) an. In das Feld trägt man einfach %postname% ein. Damit wird ein Linklayout im Format http://www.meindomain.de/artikelname genutzt. Im Prinzip hat Google auch nichts gegen tiefere Ordnerebenen (bspw. wenn man noch die Kategorie vor dem Artikelnamen im Linklayout nutzt), ich würde der Einfachheit halber jedoch eben zur einfacheren Variante raten.
Plugins
Größtes Problem bei einer schlechten Platzierung ist meist die unzulängliche Indexierbarkeit. Dies kann an einem schlechten Template liegen, daß bspw. durch fehlerhaften HTML-Code nicht valide ist und damit eine Indexierung stört. Die Validität einer HTML-Datei kann unter http://validator.w3.org geprüft werden.
Zu empfehlen ist in jedem Fall ein Plugin zur dynamischen Erzeugung einer sitemap.xml. Diese Datei dient als Indexierungsbeschreibung und kann über den sog. Google-Sitemap-Account verwaltet werden. Außerdem können über diesen Account Statusmeldungen zur Indexierung eingsehen werden. Sollten Fehler bei der Indexierung auftauchen, sind diese also hier sofort erkennbar.
Es gibt noch eine Menge Plugins, mit denen individuelle MetaTags und auch Beschreibungstexte verwaltet werden können. Dabei werden Meta-Keywords von Google & Co. kaum noch zur Bewertung herangezogen und könnten damit vernachlässigt werden. Die Meta-Description hingegen gewinnt momentan jedoch zunehmend an Bedeutung, der ja auch in den Ergebnisseiten der Suchmaschinen (SEPs) zu finden ist. Wird ein Description-Text hinterlegt, sollte man in jedem Fall darauf achten, dass dieser von Menschen flüssig zu lesen ist, alle wichtigen Keywords der Seite enthält und nicht länger als 2 Sätze ist. Wird kein Text an dieser Stelle hinterlegt, bedient sich die Suchmaschine vom Inhaltstext.
Einsatz von crawLink
Ein bisher nur unzureichend gelöstes Problem war das Thema “interne Verlinkung” (siehe Plugin-Artikel). Wichtige Artikel werden bei Wordpress nicht durchgehend mit einem Permalink von der Startseite aus versorgt. Doch genau dieser Link ist für eine schnelle und zuverlässige Indexierung wichtig, denn nur so sind die wichtigen Artikel nur einen Link von der Startseite entfernt.
Abgesehen von der Bereitstellung eines schnellen Wegs zu den wichtigen Informationen hin, ist die interne Gewichtung über eine themenfokussierte Verlinkung ebenso essentiell.
Zwar gibt es Plugins, die das EInfügen von ähnlichen oder verwandten Themen erlauben, allerdings kommen diese nicht auf eine ausreichend hohe und themenspezifische Verlinkung.
Das SEO-Plugin crawLink erledigt diesen Job automatisch: Hierzu wird ein Navigationsblock dynamisch erstellt, der als Footer-Navigation genutzt werden kann (siehe diesen Blog im Fußbereich). Dazu muss bei den Optionen folgendes spezifiziert werden:
- Überschrift
Beliebige Überschrift für den Navigationsblock - Maximale Anzahl der Links
Die maximale Anzahl hängt von anderen, größenbestimmenden Faktoren ab. Die Seite sollte später keinen deutlichen Navigationsoverhead besitzen. Insgesamt sollte man hier also einen Wert von 150 Links nicht überschreiten. - Spaltenanzahl
Hiermit wird die Anzahl der Spalten für das Navigationslayout bestimmt - Maximale Anzahl der Buchstaben je Link
Zur Layoutanpassung kann die Länge der Linktexte mit diesem Parameter begrenzt werden. Nach Möglichkeit sollte später in jedem Linktext der Kernbegriff aber noch vollständig enthalten sein. - Footerautomatik
Normalerweise wird der Navigationsblock als Footer-Navigation genutzt. Wird Autofooter aktiviert, versucht das Plugin die Navigation in den Fußbereich zu schreiben. Schlägt das fehl oder ist’s nicht erwünscht, kann dies hier deaktiviert werden. - CSS
Die Stylesheet-Definition zur Formatierung der Navigationsblocks kann in jede Ausgabeseite selbst implementiert werden. Ist das gewünscht, können die notwendigen Stylesheet-Anweisungen hier eingetragen werden. Häufiger wird man aber wahrscheinlich doch eine Auslagerung in die stylesheet.css bevorzugen. - Kategorie-Filter
Werden über den Kategorie-Filter spezielle Kategorien spezifiziert, werden die Navigationslinks nur auf Basis der Artikel erstellt, die den genannten Kategorien angehören. Ist diese Filterung unerheblich (was wohl in den meisten Fällen so sein wird), kann das Feld freigelassen werden. - Kernbegriffe
Als wichtigster Parameter müssen hier die Kernbegriffe – mit Komma getrennt – eingetragen werden. Alle hier hinterlegten Begriffe werden in den Überschriften aller Artikel gesucht. Sollten sie in einem Artikel gefunden werden, wird der entsprechende Link in den Navigationsblock aufgenommen.
Beispiel: Wird hier “Auto” eingetragen, werden in den Navigationsblock Links zu den Artikeln mit den Überschriften eingebunden, die “Auto”, “Autohaus” und “Automat” enthalten.
Durch diesen Mechanismus wird gewährleistet, daß alle wichtigen Artikel verlinkt werden. Dadurch wird nicht nur einfach die Verlinkungsdichte erhöht, sondern die Suchmaschine erhält hiermit auch eindeutige Schwerpunktinformationen für eine leichte Themenzuweisung.
Natürlich soll mit der so erstellten Footer-Navigation ebenso eine einfache Bedienung ermöglicht werden.
Das Plugin steht im Download-Bereich zur Verfügung.